Es war Weihnachten 1995 als Paul Frank Sunich, der sich bis zu diesen Zeitpunkt nur mit Nebenjobs über Wasser hielt und bei den Erltern wohnte, eine Nähmaschine geschenkt.
Mit dieser fing er an Accessoires wie Geldbeutel und Schlüsseltaschen zu nähen und verschenkte diese an Freunde und Bekannte.

Zu den letzteren gehörte ein Mann namens Ryan Heuser der schon erfolgreich in der Streetwear Branche tätig war.
Bei Betrachtung der von Paul Frank hergestellten Artikeln war ihm sofort das große Potential der Sachen klar !
Heuser stellte Paul 5000,- Dollar zur Verfügung plus die Garage seines Wohnhauses und Paul Frank erwachte als Brand wie wir es kennen.

Ein paar Jahre später folgte noch ein weiterer Macher namens John Oswald in der Rolle des CEO, der dazu auch noch weiteres Kapital zur Expansion bereitstellen konnte.
In den folgenden Jahren wuchs der Umsatz gigantisch und auch die Produkt Kollektion erreichte ungeahnte Ausmaße.
Dazu kommt dass auch einige Größen aus der Marken, Kunst und Lifestyle Welt bei Paul Frank anklopften um Kollaborationen zu starten wie z.B. Hello Kitty, Bearbrick, Barbie, Andy Warhol Foundation, Anti Social Social Club, Elvis Presley Enterprises und Tamagochi.
Ergänzend noch dass man auf dem Höhepunkt der Erfolgsgeschichte in nahezu jeder wichtigen Stadt auf dem Planeten einen oder mehrere Paul Frank Stores finden konnte.

Doch der Erfolg hatte auch wie so oft, seine Schattenseiten und Paul Frank wurde das Leben im Hamsterrad zuviel.
Er beschloß in Absprache mit seinen Geschäftspartnern, ein großes Studioatelier etwas abgeschieden vom Firmengelände zu beziehen und zukünftig dort zu arbeiten
Leider war das auch der Anfang vom Untergang der Firma da Paul und seine Geschäftspartner sich ab dieser Zeit immer mehr in Konflikte um Finanzen und andere Details verloren die mithin sogar zu Gerichtsverhandlungen führten.
Trauriger Höhepunkt war dann der Moment als Paul Frank aus seiner eigenen Firma entlassen und sein Firmen Aktienpaket zurückgekauft wurde mit dem Zusatz dass eine einstweilige Verfügung beantragt wurde die Paul Frank verbot unter seinem eigenen Namen ein Business zu starten oder zu führen.
Paul Frank holte erfoglos zum Gegenschlag aus und verlangte die Schließung des Unternehmens.
Es gab von seiner Seite auch doch noch Versuche seinen Namen zu geschäftszwecken zu verwenden was ihm aber dann nach einer Markenrechtsverletzungsklage von Paul Frank Industries richterlich klar untersagt wurde.

Seitdem lebt Paul Frank Industries mehr oder weniger weiter aber die goldenen Zeiten sind lange vorbei...
Paul Frank versuchte sich noch mit anderen Start-Ups wie Park La Fun bis glücklicherweise mit Futurity Brands, dem neuen Besitzern von Paul Frank Industries wieder etwas Annäherung stattfand.
Er arbeitet nun wieder kreativ im Markendesign mit, hat mit PF Workshop ein Brand unter dem er limitierte Specials verkauft und teilt auf Instagram unter @heypaulfrank wieder alles wunderbare aus seinem kreativen Universum rund um Julius und seine Freunde !!!
Also... Happy End : )
